Lerkenfeldt Ådalstien – 10 km Rundweg durch Natur und Kulturgeschichte
Machen Sie einen Spaziergang durch das Lerkenfeldt Ådal und entdecken Sie 3 der gemütlichsten Dörfer in Dänemark.

Der Wanderweg Lerkenfeldt Ådalstien führt Sie durch die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft rund um den Fluss Lerkenfeldt Å und verbindet die Dörfer Gl. Ullits, Vesterbølle und Gedsted miteinander.
Der etwa 10 km lange, ausgeschilderte Rundweg führt durch eine Landschaft mit kleinen Anhöhen, Wasserläufen, Erdwällen, Feldern und Wiesen. Je nach Jahreszeit können Sie mit etwas Glück unter anderem Eisvögel, Stockenten, Nachtigallen, Graureiher und Rehe beobachten.
Doch auf dieser Wanderung geht es nicht nur um die Natur. Das Tal ist reich an Geschichten über die Landschaft und die Menschen, die hier im Laufe der Zeit gelebt haben. Unterwegs erfahren Sie unter anderem mehr über alte Erdwälle, preußische Soldaten, eine moderne Ziege – und das Rätsel um ein möglicherweise begrabenes Schwein.
Die Route ist mit grünen Pfeilen ausgeschildert. Eine Karte und weitere Informationen zur Route finden Sie auf Udinaturen.
Entlang der Lerkenfeldt Å
Die Lerkenfeldt Å schlängelt sich auf einer Länge von 38 km durch Himmerland – von Mejlby westlich des Rold Skov bis zur Lovns Bredning. Kurz vor ihrer Mündung fließt sie dicht an den Dörfern Gl. Ullits, Vesterbølle und Gedsted vorbei.
Das Leben in den drei Dörfern ist seit Jahrhunderten eng mit dem Fluss und der umliegenden Landschaft verbunden. Der Lerkenfeldt Ådalstien verbindet die Dörfer miteinander und bietet Ihnen die Möglichkeit, den Fluss, das Tal und die kleinen dörflichen Gemeinschaften zu Fuß zu entdecken.
Unterwegs erwarten Sie schöne Ausblicke, abwechslungsreiche Natur, eine vielfältige Tierwelt und kleine kulturhistorische Geschichten. Gleichzeitig gibt es viel Raum, um die Ruhe des Flusstals zu genießen.
Die alten Erdwälle
Ein besonderes Merkmal der Landschaft sind die vielen gut erhaltenen Erdwälle zwischen Gl. Ullits, Vesterbølle und Gedsted. Einige von ihnen sind mehr als 200 Jahre alt.
Die Erdwälle dienten ursprünglich meist dazu, landwirtschaftlich genutzte Flächen einzufrieden oder verschiedene Grundstücke voneinander abzugrenzen. Damit erzählen sie auch die Geschichte davon, wie die Landschaft früher genutzt wurde.
1978 hob die damalige dänische Naturschutzbehörde Overfredningsnævnet die kulturhistorische, landwirtschaftsgeschichtliche und landschaftliche Bedeutung der Erdwälle hervor und kam zu dem Schluss, dass sie möglichst intakt erhalten werden sollten.
Liegt hier vielleicht ein Schwein begraben?
Auf dem Friedhof von Vesterbølle erwartet Sie die Geschichte des Gutsherrn Mikkel Kjeldsen von Lerkenfeldt – und ein altes Rätsel.
Mikkel Kjeldsen starb plötzlich, nachdem er beschuldigt worden war, einen Tagelöhner getötet zu haben. Ihm drohte damit die Hinrichtung wegen Mordes. Sein plötzlicher Tod gab Anlass zu dem Gerücht, dass er in Wirklichkeit gar nicht in seinem Grab lag. Der Geschichte zufolge soll er stattdessen ein Schwein auf dem Friedhof begraben lassen haben und selbst verschwunden sein.
Das Gerücht wurde zusätzlich durch Erzählungen genährt, nach denen Mikkel Kjeldsen nach seinem vermeintlichen Tod hin und wieder um Mitternacht im Schlossgarten gesehen worden sein soll. Wer – oder was – liegt also tatsächlich auf dem Friedhof von Vesterbølle begraben?
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