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UNESCO anerkanntes Klinkerbau am Limfjordsmuseet

Erleben Sie ein wichtiges Stück dänischer Geschichte im Limfjordsmuseet und sehen Sie ihre klinkerbebauten Boote, die eine Bauweise aus vergangenen Zeiten sind.

Nach mehr als einem Jahr Spannung wurde das Klinkerbauverfahren im Jahr 2021 in die renommierten UNESCO-Listen aufgenommen. Das bedeutet, dass das Klinkerbauverfahren und die damit verbundene Tradition offiziell als lebendiges Kulturerbe anerkannt sind, das für die kommenden Generationen geschützt und bewahrt werden muss.

Du denkst vielleicht, was zum Teufel ist Klinkerbau? Lehne dich zurück und mach es dir bequem, denn jetzt wird es sehr technisch.

Klinkerbau ist eine Methode zum Bau des Rumpfes, auch "Körper" genannt, eines Schiffes oder Bootes. Es ist eine Technik, die seit mehr als 1000 Jahren im Norden existiert. Ganz einfach ausgedrückt, geht es beim Klinkerbau darum, jede Planke so zu platzieren, dass sie die vorherige Planke überlappt. Anschließend werden die Planken mit Nieten befestigt, die durch beide Planken gehen. Der Bau selbst erfordert Präzision und technisches Geschick, um sicherzustellen, dass das Boot solide und vor allem wasserdicht ist.

Diese Technik wurde verwendet, um alles von Ruderbooten bis zu Kriegsschiffen und Handelsschiffen zu bauen und hat eine entscheidende Rolle für Dänemark als Seefahrtsnation gespielt. Mit robusten Booten konnten die Dänen im Laufe der Geschichte von Küste zu Küste segeln und das nordische Volk versammeln oder fremde Ozeane überqueren, um nach neuen Handelsrouten zu suchen.

 

Die Wikinger

Eines der bekanntesten Beispiele für klinkergebaute Boote sind die Wikingerschiffe aus der Wikingerzeit, da diese Technik die Schiffe stark, haltbar und in der Lage machte, Wasser und Wellen standzuhalten. Die Wikingerschiffe waren in vielerlei Hinsicht einer der Gründe für den Erfolg der nordischen Wikinger bei der Gründung von Siedlungen im gesamten Nordatlantik, ganz zu schweigen von der Gründung der skandinavischen Königreiche.

 

Wo kann man sie sehen?

Falls du neugierig auf diesen Teil der dänischen Geschichte geworden bist, kannst du klinkergebaute Boote im Limfjordsmuseet erleben. Hier kannst du sie im Frederik-VII-Kanal sehen oder in der Innen-Ausstellung. Spaziere entlang des Kanals und sieh nach, ob du die klinkergebauten Boote erkennen kannst, von denen jedes seinen eigenen Namen erhalten hat. Du kannst zum Beispiel das Beiboot Afrodite sehen, das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt und für das Fjordfischen verwendet wurde. Oder mache Bekanntschaft mit dem Motorbeiboot Inga aus dem Jahr 1950, das zum Fischen im Limfjord verwendet wurde. Das Besondere an diesem Beiboot ist, dass es einen Teich zur Aufbewahrung von lebenden Aalen hat.

Wenn du selbst Lust hast, dich in einem klinkergebauten Boot zu versuchen, verleiht das Limfjordsmuseet seinen Gästen gegen Entrittsgebühr ihre drei Ruderboote. So könnt ihr gemeinsam mit der Familie den Kanal erkunden und zum Kanalfogedens Køkken segeln, wo ihr euer Mittagessen in wunderschöner Umgebung einnehmen könnt.

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